Red Ants Rychenberg

Damen-Unihockey

 

aus Winterthur

 

 

Vom Weg abgekommen

13.11.2017 11:44:11

Gegen die drei Topteams der Liga (Dietlikon, Piranha, Wizards) hatten die Red Ants verloren, gegen die fünf schwächer eingestuften Konkurrentinnen immer gewonnen – die Partie gegen Skorpion Emmental war zum Abschluss der ersten Hälfte der Qualifikation somit ein Wegweiser, zu welcher Tabellenregion die Winterthurerinnen gehören. Nach der 4:5-Niederlage bleibt nur der Schluss, dass die Red Ants derzeit zurecht lediglich auf Rang 5 im Mittelfeld stehen. Nach dem erfrischend torreichen und offensiven Saisonstart ist Sand ins Getriebe geraten. „Uns ist eine gewisse Unbeschwertheit abhanden gekommen“, gestand Trainer Lukas Eggli, als er nach langen Minuten kopfschüttelnd und sichtlich verärgert aus der Teamgarderobe kam. „Ich sagte den Spielerinnen deutlich, dass wir härter arbeiten müssen – und dass zehn Minuten Unihockey schlicht nicht reichen.“ Der Trainer hatte einen fahrigen Auftritt seines Teams erlebt. Angefangen bei Torhüterin Martina Fauser, die beim 1:2 in der 14. Minute bös daneben griff und nach zwei schnellen Gegentoren im Mitteldrittel Nicole Heer Platz machen musste. Aber auch ihre Vorderleute in der Abwehr leisteten sich immer wieder Schnitzer, während sich die Stürmerinnen auf der Suche nach dem Weg durch den kompakten Emmentaler Abwehrblock in die ungefährlichen Ecken des Spielfelds verirrten. Mit Ausnahme von Alexandra Frick und Nadia Cattaneo erreichte kaum eine Spielerin Normalform.

 

Insgesamt zu wenig

Beim zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1, als Géraldine Rossier aus dem Slot heraus per Halbvolley traf, konnte noch von einem verdienten Treffer nach einer längeren Druckphase gesprochen werden. Nadia Cattaneos sehenswerter Backhand-Treffer zum 2:2 in der letzten Minute des Startdrittels zeigte eine Entschlossenheit, wie sie sonst nur selten zu sehen war. Und in den letzten zwei Minuten, als die Red Ants nach einem Time-Out mit einer sechsten Feldspielerin einem Zweitorerückstand nachrannten, wurden konzentrierte und überzeugte Spielzüge vorgeführt. Fast hätte es nach Rossiers Anschlusstreffer 46 Sekunden vor dem Ende sogar noch zum Ausgleich gereicht. Insgesamt war das jedoch zu wenig, um gegen ein solides Skorpion Emmental zu Punkten zu kommen. Von den zu Saisonbeginn noch gezeigten Rochaden der Verteidigerinnen, die sich munter in die Angriffe einschalteten, ist derzeit nichts mehr zu sehen. Für den langjährigen Red-Ants-Coach Felix Coray, der seit dieser Saison an der Bande der Emmentalerinnen steht, war es dagegen eine erfolgreiche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Für die Red Ants wird es am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen die Wizards und im Cup-Viertelfinal gegen B-Ligist Laupen darum gehen, wieder Moral zu tanken, bevor die Liga aufgrund der Weltmeisterschaft in der Slowakei für einen ganzen Monat pausiert.

 

Red Ants Rychenberg – Skorpion Emmental Zollbrück 4:5 (2:2, 0:2, 2:1)

Oberseen, Winterthur. 197 Zuschauer. SR Keel/Pestoni.

Tore: 4. Beer (Rothenbühler) 0:1. 12. Rossier (Mattle) 1:1. 14. Maurer 1:2. 20. Cattaneo (Dierks) 2:2. 23. Beer (Brechbühl) 2:3. 24. Krähenbühl (Baumgartner) 2:4. 44. Arm (Krähenbühl) 2:5. 51. Frick (Scheidegger) 3:5. 60. Rossier (Bengtsson) 4:5.

Strafen: keine Strafen gegen Red Ants. 2mal 2 Minuten gegen Skorpion Emmental.

Red Ants: Fauser (ab 28. Heer); Koller, Bühler; Mäkelä, Timmel; Krähenbühl, Tanner; Mattle, Rossier, Scheidegger; Bengtsson, Frick, Chalverat; Dierks, Cattaneo, Huovinen.

Skorpion Emmental: Limacher; Reinhard, Berger; Liechti, Rothenbühler; Stettler, M. Buri; Brechbühl, Beer, Maurer; Kuratli, Walter, Kipf; Krähenbühl, Grundbacher, Baumgartner; Arm.




 


 

 

 

 

 

 

         

         

 

 

 

 

 

 

 

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